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VON DER WERKHALLE ZUM KUNSTRAUM

Das privat geführte Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels wurde am 14. September 2013 eröffnet. Es präsentiert die private Kunstsammlung von Kommerzialrat Heinz J. Angerlehner. Über 35 Jahre Sammelleidenschaft für zeitgenössische Kunst stellen die Basis der Sammlung Angerlehner dar.

Der Museumsbau

Der engagierte Bauzeitplan für den Museumsneubau am Traunufer in Thalheim konnte eingehalten werden. Im Mai 2012 erfolgte der Baubeginn, nachdem in einem aufwendigen internationalen Architekturwettbewerb das beste Projekt für den herausfordernden Umbau der ehemaligen Werkstätten- und Industriehallen zu einem zeitgenössischen Kunstmuseum gekürt worden war. 16 internationale Architekturbüros beteiligten sich mit ihren Projektvorschlägen an einem strikt anonym gehaltenen Architekturwettbewerb: Groß war die Überraschung, als das Büro Wolf Architektur aus Grieskirchen von Architekt DI Wolf Grossruck den eindeutigen Zuschlag der hochkarätigen Jury erhielt. Sofort ins Auge sticht die prägnante Fassadengestaltung mit changierenden schwarzen Metallelementen. Im Inneren dominieren sehr klare Linien. Bewusst wurden alle Architekturelemente der ehemaligen Industriehallen in Schwarz gehalten und alle neuen Bauteile in Weiß. Es präsentiert sich ein architektonisch klar gegliederter und weiträumiger Museumsbau, in dem sich alle funktionalen Raumanforderungen eines zeitaktuellen Kunstmuseums in kluger Anordnung befinden: Ein großzügiger Eingangsbereich, genügend Raum für Kunstvermittlungsaktivitäten, eine kleine Cafeteria sowie ein separater Seminarraum im Obergeschoss. Dieser, wie auch der großzügige Veranstaltungsraum, werden nicht nur für Museumsveranstaltungen genützt, sondern sind auch für externe Veranstaltungen zu mieten. Gleichsam das „Herzstück“ des Museums ist das große Schaudepot mit ca. 6.000 m2 Hängefläche, das den größten Teil der bisherigen Sammlung Angerlehner aufnimmt und für die Museumsbesucher einsehbar ist. Ebenfalls eine Besonderheit stellt der große säulenfreie Ausstellungsraum im Erdgeschoß dar; mit seinen 1.2000 m2 steht er im näheren Umfeld alleine. Vier weitere Ausstellungsräume im Obergeschoss mit ca. 800 m2 (je 200 m2) ergänzen das attraktive Raumangebot für Kunstpräsentationen. Klima- und Sicherheitstechnik auf höchstem Standard sowie entsprechende Strukturen für Transportlogistik und Ausstellungsvorbereitungen finden sich ebenfalls in diesem neuen Museumsgebäude.

Auszeichnung als „Bauwerk des Jahres 2014“

Im August 2014 wurde das Museum Angerlehner von einer unabhängigen Jury als „Bauwerk des Jahres“ nominiert, dieser Juryvorschlag wurde durch die OÖ Landesregierung einstimmig bestätigt. Die feierliche Übergabe der Urkunde fand am 12. November 2014 im Rahmen der Landeskulturpreisverleihung statt.


Nominierung für „Bauherrenpreis 2014“


Das Museum Angerlehner darf sich auch über die Nominierung für den „Bauherrenpreis 2014“ durch die Zentralvereinigung der ArchitektInnen Österreichs freuen. Es wurden pro Bundesland drei Objekte nominiert.

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