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Von der Werkhalle zum Kunstraum

Das privat geführte Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels wurde am 14. September 2013 eröffnet. Es präsentiert die private Kunstsammlung von Kommerzialrat Heinz J. Angerlehner. Über 30 Jahre Sammelleidenschaft für zeitgenössische Kunst stellen die Basis der Sammlung Angerlehner dar. Der Schwerpunkt der umfangreichen Kollektion liegt auf Malerei ab 1950 ergänzt durch Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen. Im Sinn eines bewussten Bekenntnisses zur eigenen Region liegt ein spezieller Schwerpunkt der Sammlung auf Werken oberösterreichischer Künstlerinnen und Künstler. Nationale wie internationale Kunstpositionen schaffen ergänzend dazu ein künstlerisches Spannungsfeld. Die zahlreichen Werke der Sammlung Angerlehner wurden alle aufgrund persönlicher Begeisterung ausgewählt. Es gibt kein strenges Sammlungskonzept, vielmehr dominiert eine spannende Vielfalt.

Mit der Wachstumsdynamik der Sammlung entstanden auch der Wunsch und die Notwendigkeit, der privaten Kollektion Raum und dadurch Öffentlichkeit zu verschaffen. Das Museum wurde am Areal der ehemaligen Konzernzentrale der FMT Industrieholding gegenüber dem Welser Messegelände in Thalheim errichtet. Mit einer Stegverbindung über den Traunfluss ist das Museum auch für Besucher aus Wels leicht erreichbar.

Ausstellungsraum mit 10 to Kran

Der Entwurf zum Umbau der ehemaligen Werk- und Montagehallen stammt vom oberösterreichischen Büro Wolf Architektur, das als Sieger aus einem Wettbewerb mit 16 geladenen internationalen Teilnehmern hervorging. Nach einer intensiven Auseinandersetzung des Bauherrn und der Architekten mit Museumsarchitektur konnte der Entwurf in einer zweiten Fassung optimiert und das im Wettbewerb veranschlagte Budget unterschritten werden. Die Architekten aus Grieskirchen haben ein stringentes, offenes und modernes Kunstmuseum ent­wickelt, das den Charakter des ehemaligen Industriestandortes bewahrt. In den Bestands­hallen wurden sowohl die Wand- und Deckenoberflächen als auch die ursprünglichen Installationen und Einbauten mit einem matt-schwarzen Anstrich versehen. Von dieser klar gekennzeichneten Grund- bzw. Trägerstruktur heben sich die weiß gehaltenen Museums­räume ab, die der Kunst auf mehr als 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche großzügige und repräsentative Entfaltungs­möglichkeiten bieten. Die Besucher erwartet außerdem ein 50 Meter langes Schaudepot mit einer Hängefläche von ca. 6.000 Quadratmetern, das neben den präsentierten Kunstwerken der jeweiligen Ausstellungen interessante Einblicke in die Vielfalt der Sammlung gewährt. Von außen präsentiert sich das Privatmuseum mit einer schwarz changierenden Metallfassade, die die kompakte Kubatur des Baukörpers um eine feinsinnige Wahrnehmungsebene ergänzt und auf ein besonderes Kunsterlebnis einstimmt.


Museum Angerlehner