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Archiv | Museum Angerlehner

URSULA BUCHART

„STOP AND GO“

19. 11. 2016 – 29. 01. 2017

»Vegetarian Blues«, Acryl auf Leinwand, 120 x 160 cm, 2016 (Foto: © Ursula Buchart)

Die Salonausstellung »Stop and go« präsentiert neue Werke von Ursula Buchart (* 1976, München) mit Bildern aus der Sammlung Angerlehner. Buchart studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei Prof. Gunter Damisch. Ihre Arbeit ist ganz dem Medium der Malerei verschrieben, der Reflexion ihrer bisherigen Geschichte gleichermaßen wie ihrer zeitgenössischen Fortschreibung. Zwischen der gegenstandslosen materiellen Farboberfläche und den unendlichen Tiefen weichgezeichneter Illusionsräume zeigt sie unterschiedlichste für die malerische Umsetzung reizvollen Motive, von glänzenden Ritterrüstungen und Halskrausen über Schokoladenstücke und Erdbeeren bis zu Versatzstücken aus der Comic- und Computerwelt. Sie stellt eine besondere Position in der jungen Malerei dar und ist seit ihrer Diplomausstellung in der Sammlung vertreten.


Feng Lianghong, Ohne Titel, 2015, Acryl und Tusche

FENG LIANGHONG

SPONTANITÄT UND WIEDERHOLUNG

04.09. – 06.11.2016

Ab 4. September zeigt das Museum Angerlehner eine abgeschlossene Werkserie des 1962 in Shanghai geborenen Malers Feng Lianghong. Seit seinem Malereistudium in Shanghai in den 1980er Jahren hat sich der Künstler der abstrakten Malerei verschrieben. Für ihn ist es das direkteste Medium für ein Individuum, seiner Umgebung gegenüber, die innersten Gefühle auszudrücken. Feng spricht von der abstrakten Malerei als einer universellen Sprache, die nationale und ethnische Grenzen überschreitet.

Kuratorin: Alexandra Grimmer


WOLFGANG STIFTER

MAGISCHE BALANCE

21.Mai – 18. September 2016

Die zweite große Einzelpräsentation in der Ausstellungshalle des Museum Angerlehner zeigt Wolfgang Stifter (* 1946) anhand aktueller Arbeiten und Werken aus der Sammlung. Der ehemalige Rektor der Kunstuniversität Linz und 2014 emeritierte Professor lebt und arbeitet in Ottensheim. In seinem Werk verbindet er in unverwechselbarem Stil grafisch-skripturale und malerische Elemente. Die „magische Balance“ seiner ausgewogenen Kompositionen ist in den neueren Arbeiten geprägt von einer formalen Leichtigkeit, die in teils ungewöhnlich expansiven Formaten in den großen Ausstellungsraum hineinwirken. Im Schwebezustand zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit klingen Natur, Kosmos, Philosophie und Geschichte als immer wiederkehrende Themen an.

Wolfgang Stifter - Museum Angerlehner (Foto Markus Bless)
Wolfgang Stifter - Museum Angerlehner (Foto Markus Bless)
Wolfgang Stifter - Museum Angerlehner (Foto Markus Bless)

Wolfgang Stifter - Museum Angerlehner (Foto Markus Bless)
Wolfgang Stifter - Museum Angerlehner (Foto Markus Bless)
Wolfgang Stifter - Museum Angerlehner (Foto Markus Bless)


Bildausschnitt: Hans Schabus, 'Main, Frankfurt, 17

SEEING IS BELIEVING

Julia Haller - Kathi Hofer - Marko Lulić - Christian Mayer - Hans Schabus - Nicole Six und Paul Petritsch
10 Jahre Kardinal König Kunstpreis

21.Mai – 18. September 2016

Kunst wahrzunehmen bedeutet heute, auch Forschungsreisen ins Unbekannte zu unternehmen. Mit den Werken der sechs PreisträgerInnen des Kardinal König Kunstpreises der Erzdiözese Salzburg der Jahre 2005 bis 2015 werden solche Erkundungsstreifzüge möglich. „Seeing is believing“ steht als Titel über dieser Zusammenstellung von aktuellen künstlerischen Positionen, da Sehen als aktiver Vorgang des Betrachters, der Betrachterin eingefordert wird. Die vorgestellten KünstlerInnen präsentieren jeweils Werkensembles und installative Arbeiten. In der ihnen eigenen spezifischen Bildsprache und künstlerischen Rhetorik formulieren sie Kommentare zu unserem gegenwärtigen Lebensgefühl: Was ist sicher und hat Bestand, wie bildet sich Veränderung ab, vermögen wir noch an Politik zu glauben, welches Gefühl haben wir für das Vergehen von Zeit, ist unser Alltag dergestalt, wie wir ihn uns wünschen? Nicht Antworten werden präsentiert, sondern Fragestellungen und Recherchen zu diesen Themen und zum künstlerischen Arbeiten in unserer Zeit.

Kuratorin: Margit Zuckriegl
Ausstellung in Kooperation mit dem Kardinal König Kunstfonds.

© Julia Haller und mumok
Kathi Hofer, New Year’s Resolutions, 2014, Ausstel
Marko Lulić, Ohne Titel (Invisible Monument), 2010

© Hans Schabus und Bildrecht GmbH
Nicole Six & Paul Petritsch, Weltumrundung  24-Stu
Christian Mayer, Putting in time (030361), 2014, ©


ART DIAGONALE - TRAUNKUNST

17. Juli – 7. August 2016

Salon des Museum Angerlehner

Kunst pflegt traditionellerweise multilaterale Kontakte und fördert Dialoge. In Zeiten wiedererwachender nationaler Abgrenzungen erwächst dem Kennenlernen anderer Kulturen, dem Austausch von Ideen und Erfahrungen eine steigende Bedeutung.

13 bildende Künstler und Künstlerinnen aus Island, Italien, Tschechien, Spanien, Kolumbien und Österreich halten ein Arbeitstreffen in Form eines 10-tägigen Kunstsymposiums in Wels ab. Die entstandenen Kunstwerke werden im Salon des Museum Angerlehner in Thalheim bei Wels präsentiert.

Marga Persson, Scanning the evil, 2009, Tusche auf Japanpapier, 89 x 65 cm (© Museum Angerlehner)

MARGA PERSSON

DER ZEIT ENTLANG

12. Dezember 2015 – 8. Mai 2016

Die seit 2007 entstehenden Zeichnungen von Marga Persson (* 1943) setzen ihre künstlerische Arbeit am Webstuhl im Medium des Papiers fort. Die senkrechten und waagrechten Linien erinnern dabei nicht nur optisch an die textilen Werke, auch die zeitliche Dimension der langsam gezogenen Linien ist ein wesentlicher gemeinsamer Faktor im Arbeitsprozess. Das Zeichnen als tägliches Ritual reflektiert schlussendlich auch die Zeit als bestimmende Größe des menschlichen Daseins, auf das letztlich auch das Zusammenspiel von Vertikalen und Horizontalen, von Linien und ihren Kreuzungspunkten bezogen ist.


Josef Schwaiger, Spirit, 2004, Acrylharz, Pigment auf Leinwand, 200 x 180 cm (© Museum Angerlehner)

JOSEF SCHWAIGER

JOINING THE DOTS

12. Dezember 2015 – 8. Mai 2016

Das malerische Werk Josef Schwaigers (* 1962) zeigt ein vielseitiges Spektrum an abstrakten Bildlösungen, der Ausgangspunkt ist jedoch stets konstant: Sechs unterschiedliche Farben werden in strengen Bahnen auf die Leinwand aufgetragen und anschließend vom Maler mit den Fingern in einer bestimmten Abfolge verwischt. In diesem Prozess, in dem das Bild nicht mehr einer Darstellung oder einem unmittelbaren künstlerischen Ausdruck untergeordnet ist, spielt nicht nur die analytische und wiederholbare Bewegung eine entscheidende Rolle, sondern auch eigentlich unsichtbare Faktoren wie das spezifische Gewicht der Farbpigmente oder die unterschiedliche Polarität der eingesetzten Lösemittel.


Erich Steininger, Körperfelder II, 2005, Holzschnitt, Unikat (© Museum Angerlehner)

ERICH STEININGER

KÖRPERFELDER

12. Dezember 2015 – 8. Mai 2016

Das Werk Erich Steiningers (1939–2015) ist eine der bedeutendsten Positionen innerhalb der zeitgenössischen Druckgrafik in Österreich. Neben der Kaltnadelradierung ist vor allem der Holzschnitt die bestimmende Technik, die der Künstler aus der Tradition des Expressionismus kommend konsequent in seinem Werk weiterentwickelte. Die immer stärker abstrahierten Figuren und Landschaften erscheinen ineinander verwebt in einem überspannenden, zum Teil ungewöhnlich großformatigen Liniengeflecht. In den Monotypien der letzten Jahre verbindet sich die Qualität seiner fein-nuancierten Linie mit malerisch-atmosphärischen Zwischentönen.


Adam Bota, Stephan Schwarz, Heiligenschein, 2012–2016, übermalte Reproduktionen von Andachtsbildern, 38-teilig, 1054 x 232 cm (Foto: © Michael Stelzhammer)

ADAM BOTA

SCHEINWELTEN

23. Jänner – 10. April 2016

Adam Bota bevorzugt alte Fotografien mit Menschengruppen als Grundlage für seine Arbeit. Sie werden als malerischer Ausgangspunkt in seine Bilder integriert und für das Endresultat durch verschiedene künstlerische Verfahren wieder bearbeitet. Der Künstler sucht solche Fotografien auf Flohmärkten, in alten Büchern und teilweise im Internet. In der Ausstellung im Salon des Museum Angerlehner zeigt Adam Bota eine neue Werkserie sowie die umfassende, über zehn Meter lange Arbeit "Heiligenschein", die in Zusammenarbeit mit Stephan Schwarz entstanden ist. Für diese hatten die Künstler ausgiebige Recherchen nach Bildern betrieben, die er sammelte und danach überarbeitete. Die Werkgruppe erfuhr die Anordnung in Form eines Altars und wird in ihren zehn Metern Länge im Salon des Museum Angerlehner präsentiert.

Kuratoren: Alexandra Grimmer, Johannes Holzmann


BERND ZIMMER

ALLES FLIESST

14. November 2015 – 28. März 2016

Das Werk Bernd Zimmers ist geprägt von einer tiefgreifenden Natur- und Welterfahrung. In umfassenden Werkgruppen entwickelte er in den letzten Jahren ein breites Spektrum an Motiven, von den »Cosmos«-Bildern über Wasserfälle, Uferszenen und dichten Vegetationen hin zu frei schwebenden Lichtreflexen in der Serie »Schwimmendes Licht". Unter dem Titel »Alles fließt« präsentiert die Ausstellung eine Auswahl dieser Werkzyklen, die in ihren fließenden Übergängen den inneren Zusammenhang seiner Malerei als ereignishaften Vollzug von Naturgeschehen und Wahrnehmung auf der Leinwand zum Ausdruck bringt.

Ausstellung in Kooperation mit dem Kunstmuseum Heidenheim
Kurator: Johannes Holzmann

Irene Andessner

Salonportraits 1900–2015

17. Oktober 2015 - 10. Jänner 2016, Salon

2009 erhielt Irene Andessner Zugang zum stillgelegten Porträtstudio des Wiener Fotografen Franz Xaver Setzer. Setzer porträtierte zwischen 1909 und 1939 internationale Bühnenstars, Komponisten und Schriftsteller sowie österreichische Unternehmer und Politiker. Der Fotograf sah seine Bildnisse als Kunstwerke an. Der von ihm geprägte Stil der Halb- und Dreiviertel-portraits in undekoriertem Ambiente, vor neutralem, nur mit einem Spot strukturiertem Hintergrund, war künstlerisch auf der Höhe der Zeit. Unter diesem Eindruck entwickelte Irene Andessner das Konzept, die Meisterporträts dieser Zeit mit Personen aus der heutigen Kunst- und Kulturszene fotografisch nachzuvollziehen. Die Protagonisten suchen sich ein Porträt aus, in das sie sich hineinversetzen – und gleichzeitig „bei sich bleiben“. Bei dieser Wahl kommt es Andessner nicht auf physiognomische Ähnlichkeit an, vielmehr auf die Wahlverwandtschaft mit einer historischen Persönlichkeit.

Die Serie „Wiener Frauen“ zeigt Selbstportraits nach historisch-authentischen Fotografien und Gemälden von bedeuteten Frauen mit außergewöhnlichen Lebensläufen bzw. Vorreiterrollen, die in Wien gelebt haben. Es sind verdienstvolle und legendäre Wienerinnen aus Wissenschaft, Kunst, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, Protagonistinnen der Wirkungsperiode zwischen Mitte des 19. und Mitte des 20. Jahrhunderts. 2008 wurde die Serie in den Citylights-Leuchtkästen in Wien präsentiert.

Ausstellung in Kooperation mit der Galerie Johannes Faber, Wien
Kuratoren des Salon: Alexandra Grimmer, Johannes Holzmann;

ERRÓ - ZWISCHEN COMICS UND PICASSO

12. September – 29. November 2015

Das Werk des isländischen Künstlers Erró erscheint wie eine Mischung aus Surrealismus und Pop-Art, inspiriert durch die Avantgarde in Paris und mehrere Aufenthalte in New York in den 60er-Jahren. Er entwickelte einen eigenen Stil mit dichten Collagen, die mit ihren vielfältigen Inhalten nicht nur einen kritischen Blick auf Gesellschaft, Politik und Kultur werfen, sondern auch auf höchst aktuelle Weise die Beziehung zwischen Individuum und kollektiver Bilderflut beleuchten.

Ausstellung in Kooperation mit der Galerie Ernst Hilger, Wien

FRANZISKA MADERTHANER - MALEREI 1591-2015

12. September – 29. November 2015

Franziska Maderthaner verbindet in ihren Gemälden unterschiedliche Szenen der aktuellen Gesellschaft mit Motiven und Maltechniken, die – wie der Titel bereits andeutet – weit in die Kunstgeschichte zurückgreifen. Bemerkenswert ist ihre fotorealistische Technik in Verbindung mit der Abstraktion frei geronnener Farbbereiche.

Kurator: Johannes Holzmann

WIEDERGEBURT DER UNSTERBLICHKEIT –
ZEITGENÖSSISCHE KUNST AUS CHINA

6. Juni – 1. November 2015

Die Ausstellung zeigt aktuelle Positionen der zeitgenössischen Kunst aus China, die sich direkt mit der chinesischen Tradition auseinandersetzen. Der Kern der Ausstellung wurde unter dem Titel "Confronting Anitya" bereits in mehreren wichtigen Museen in Europa gezeigt und wird durch Werke aus der Sammlung Angerlehner ergänzt.

Kuratoren: Liang Kegang und Alexandra Grimmer


EDITH MAUL-RÖDER – WIDERSCHEIN
ANDREW PHELPS - TRAUNGESCHICHTEN

Edith Maul-Röder, aus der Serie „Widerschein“ (Foto © Edith Maul-Röder)
Edith Maul-Röder, aus der Serie „Widerschein“ (Foto © Edith Maul-Röder)
Andrew Phelps, aus der Serie „Traungeschichten“ (Foto © Andrew Phelps)
Andrew Phelps, aus der Serie „Traungeschichten“ (Foto © Andrew Phelps)

04. Juli – 04. Oktober 2015

Die Fotoarbeiten von Edith Maul-Röder und Andrew Phelps werden in der ersten Gemeinschaftsausstellung des Museum Angerlehner und der Galerie der Stadt Wels gezeigt. Die mit „WIDERSCHEIN“ betitelte serielle Arbeit von Edith Maul-Röder zeigt Stahl-Brücken über die Traun im Flussabschnitt von Bad Ischl bis Wels, aufgenommen als Untersicht und Spiegelung. Die nicht immer zugänglichen Perspektiven gewähren Einblicke in Form und Konstruktion des Bauwerkes und spielen mit deren Auflösung.

Andrew Phelps erzählt in einer Fotoserie seine „TRAUNGESCHICHTEN“. Die im vergangenen Jahreszyklus entstandenen Arbeiten richten ihren Fokus auf Beiläufigkeiten, skurrile Situationen, Uferbauten oder Naturbeobachtungen.

Edith Maul-Röder wurde vom Museum Angerlehner und Andrew Phelps von der Galerie der Stadt Wels betreut.

Kuratoren: Günter Mayer, Johannes Holzmann

ALOIS RIEDL - ZUM 80. GEBURTSTAG

18. April – 02. August 2015

Alois Riedl verkörpert eine bemerkenswerte Position innerhalb der zeitgenössischen Malerei. Beginnend mit der Betrachtung des Gegenstands im Stillleben entwickelt er eine expressive und in Folge immer abstraktere Ausdrucksweise, die aber stets auf den ursprünglichen Ausgangspunkt bezogen bleibt. In eindringlicher Konsequenz gilt sein Augenmerk dem gemalten Ding – als Materie im Bildraum und Material auf der Leinwand.

Anlässlich seines 80. Geburtstags zeigt das Museum Angerlehner das Werk Alois Riedls in einer umfangreichen Einzelpräsentation, die mit Arbeiten der letzten vierzig Jahre dessen Entwicklungslinien eindrücklich vor Augen führt.

Kurator: Johannes Holzmann

Künstlergespräch: Donnerstag, 21.05.2015, 18:30 Uhr
Kuratorenführung: Donnerstag, 11.06.2015, 18:30 Uhr

FREDERIK FOERT - SLOW DANCING IN A BURNING ROOM

3. Abend im Salon des Museum Angerlehner

Donnerstag, 09.04.2015, 18:30 Uhr

Ausstellungsdauer bis 28.06.2015

 

Die 3. Ausstellung im Salon präsentiert den Künstler Frederik Foert, der in den Bereichen Installation, Objekt und Video-Kunst sowie Zeichnung und Collage arbeitet. Im Rahmen einer raumbezogenen Inszenierung von Objekten und Installationen wird am Eröffnungsabend ein Künstlergespräch stattfinden.

Kuratorin: Alexandra Grimmer

 


Figuration zwischen Traum und Wirklichkeit

Ausstellungsdauer: 13.09.2014 - 25.05.2015

 

Die Sammlungs-Ausstellung Zwischen Traum und Wirklichkeit zeigt ein großes Spektrum an „Realitäten“ in der aktuellen figurativen Malerei. Während in den 1980er-Jahren der Fokus auf eine expressionistische Artikulation des Gegenstandes gelegt wurde, zeigt sich der aktuelle Tenor sachlich und deskriptiv, gleichsam fotografisch gefiltert. Diese neue Sachlichkeit im Malerischen emanzipiert sich von der objektiven Abbildung der Wirklichkeit zugunsten einer individuellen Inhaltlichkeit und Atmosphäre. Ein Changieren zwischen objektiver Wahrnehmung und subjektiver Imagination tritt ein. Die Leinwand wird zur hybriden Ereignisfläche, zur mentalen malerischen Collage der inneren und äußeren Welt.

Vertretene Künstler/innen:

Hans Aichinger, Bernard Ammerer, Ákos Birkás, Adam Bota, Karin Brosa, Sevda Chkoutova, Veronika Dirnhofer, Tom Fleischhauer, Bertram Hasenauer, Xenia Hausner, Karen Holländer, Edgar Honetschläger, Aris Kalaizis, Yulia Kazakova, Moussa Kone, Andreas Leikauf, Daniel Lezama, Franziska Maderthaner, Alois Mosbacher, Robert Muntean, Bettina Patermo, Anton Petz, Markus Proschek, Frenzi Rigling, Yehudit Sasportas, Stylianos Schicho, Hubert Schmalix, Martin Schnur, René Schoemakers, Xianwei Zhu


Kurator: Florian Steininger

LINE UP
Michael Kienzer / Constantin Luser / Otto Zitko

LINE UP präsentiert die Künstler Michael Kienzer, Constantin Luser und Otto Zitko. Im Fokus des Konzepts der drei Einzelausstellungen steht das Thema „Linie“, das für die drei Künstler in ihren Arbeiten eine bedeutende Position einnimmt, und deren Prinzip in unterschiedlichen Ausprägungen und Medien formuliert wird. Die Ausstellung versteht sich als eine diskursive Plattform, die einen Dialog zwischen den drei eigenständigen Positionen und deren künstlerischen Ausdrucksformen ermöglicht. Verbindend dabei ist die Auseinandersetzung mit den Eigenschaften und dem Wesen der Form der Linie als Essenz des Werkes - in der Skulptur bei Michael Kienzer, in der Zeichnung bei Constantin Luser und in der Malerei bei Otto Zitko.

Der Titel der Ausstellung verbindet die drei Künstler auf ihrer werkimmanenten Spurensuche und richtet sich aber auch mit einem Augenzwinkern an die kunstinteressierte Öffentlichkeit, anzutreten und sich anzustellen um die Ausstellung zu besuchen. In diesem Sinne – LINE UP

Kurator: Stefan Rothleitner

BORJANA VENTZISLAVOVA - ME, YOU AND THEM

Die Werke von Borjana Ventzislavova thematisieren den Aspekt der Mobilität und der Überschreitung von sozio-geografischen und kulturellen Grenzen. In ihren Fotografien inszeniert sie gezielt stereotype Rollenbilder und Repräsentationsformen. Dadurch werden nicht nur die Grenzen zwischen Individuum und Kollektiv, Gegenwart und Vergangenheit sondern auch zwischen Realität und Fiktion aufgezeigt und zugleich in ihrem alltäglichen Verständnis in Frage gestellt.
Die Salon-Abende im Museum Angerlehner eröffnen in einem intimeren Rahmen direkte und persönliche Zugänge zu aktuellen Positionen der zeitgenössischen Kunst. Im Rahmen einer Werkpräsentation und einer Einführung durch Dr. Alexandra Grimmer wird die Künstlerin Borjana Ventzislavova über ihre Arbeit sprechen.

Kurator: Johannes Holzmann

Olga Georgieva – Since 1986

Ausstellung im Salon (OG) von Werken aus der Sammlung und dem Atelier der Künstlerin anlässlich der Performance "Since 1986" am 28.10.2014.

„In den Zeichnungen, die im Lauf des letzten Jahres entstanden sind, beschäftige ich mich mit dem Begriff ‚Regime‘. Es könnte sein, dass wir alle in einem unsichtbaren Regime leben - unserem eigenen, das von den Gesetzen unserer Vernunft geschaffen wurde.

Ich habe begonnen, die Farbe Rot als Zeichen einer Grenze in die Zeichnungen einzuführen. Unsere Entscheidungen werden von dem Bild dieser Grenze beherrscht und bestimmt. Dieses Regime zu brechen und die Grenze zu überschreiten hat jedoch zur Folge, dass sofort eine neue Grenze vor uns erscheint, da wir das Feld der Vernunft nicht verlassen wollen. Die Farbe Rot symbolisiert den Wunsch nach Überschreitung und gleichzeitig die Angst vor der Trennung von den Gesetzen der Vernunft.“
Olga Georgieva

Kuratorin: Alexandra Grimmer

LIONS im Museum Angerlehner

Ausstellungsdauer: 24.10. - 22.11.2014

Der LIONS Club Traun organisiert mit 72 hochkarätigen Künstlerinnen und Künstlern die bisher mit Abstand größte Benefizauktion Österreichs, die am 22. November 2014 um 16:00 Uhr im Museum Angerlehner stattfindet. Alle Kunstwerke sind in der Zeit von 24. 10. – 22.11.2014 im Museum Angerlehner zu den Museums-Öffnungszeiten zu besichtigen.

Das Buch zur Ausstellung erhalten Sie direkt im Museum Angerlehner oder auch versandkostenfrei über den Internetbuchhandel um € 19.80.


Messensee
Jenseits der Gegensätze

Ausstellungsdauer: 14.06. - 19.10.2014

Die Fragestellungen, die das Werk Messensee’s bestimmen, sind jene, die unser Sein und das, was wir als solches wahrzunehmen glauben, hinterfragen. Dazu gehört in erster Linie die Beschäftigung mit Raum und Zeit. Sosehr der Begriff von Zeit und damit untrennbar jener der Realität und der damit einhergehenden Wahrnehmung v.a. in den Arbeiten des letzten Jahrzehnts verdeutlicht wird, so beschäftigt Messensee die Reflexion über Raum / Räume seit Anbeginn. Auch bzw. gerade weil die Skulptur folglich die gemeinsame Ausgangsbasis der gezeigten Werke darstellt, ist sie dennoch nur vereinzelt und exemplarisch in der Ausstellung vertreten.

Kuratorin: Caroline Messensee


Erstpräsentation der Sammlung Angerlehner

Ausstellungsdauer: 13.09.2013 - 07.09.2014

Im großen Ausstellungsraum findet sich ein Einblick in die Entwicklung der österreichischen Malerei, ausgehend von den abstrakt malenden Künstlern rund um die Galerie nächst St. Stephan in Wien in den 1950er und 1960er Jahren (Mikl, Rainer, Hollegha, Prachensky und auch Bischof) spannt sich der Bogen über Beispiele der Malerei der sogenannten neuen Wirklichkeit der 1970er Jahre (besonders prägnant: Alfred Klinkan) sowie der neuen Wilden der 1980er Jahre (Damisch, Scheibl, Schmalix, Mosbacher) bis hin zu Werkbeispielen der neuen realistischen Malerei (Martin Schnur, Markus Proschek und Leikauf). Selbstverständlich finden sich auch Künstlerpositionen mit einem besonderen Oberösterreich-Bezug in dieser Ausstellung z.B. Alois Riedl, Maria Moser, Wolfgang Stifter, Oliver Dorfer, Robert Schuster und Lorenz Estermann.

Kurator: Florian Steininger


Eva Wagner
Passagen zwischen Noch und Schon

Ausstellungsdauer: 9.05. - 8.06.2014

Eva Wagner verwebt in ihren Bildern Motive des Alltags mit abstrakt-malerischen Bildräumen. Im Zentrum der Figurationen steht dabei stets der Mensch in seinem Umfeld, herausgelöst aus dem täglichen Treiben, eingebettet in die dichte Atmosphäre der vielfach überlagerten Farbschichten. Der Blick wird dadurch auf das Besondere, die Stille, das in der Peripherie der Wahrnehmung oftmals Übersehene gelenkt und zugleich auf allgemeingültige, übergreifende Gemeinsamkeiten. Eine wesentliche Quelle dieser Momentaufnahmen sind Impressionen, die die Künstlerin auf Reisen oder in ihrem Alltag gewinnt. Kulturelle Besonderheiten können da und dort in den Szenen festgemacht werden, im Vordergrund steht aber der Ausdruck von grundlegenden Stimmungen, die für jeden Menschen zugänglich sind.

Kurator: Johannes Holzmann

Robert F. Hammerstiel
Make Yourself at Home

Ausstellungsdauer: 07.02. - 09.06.2014

Seit Jahren setzt sich Robert F. Hammerstiel in seinem künstlerischen Werk mit der Sehnsucht des Menschen nach Glück, Geborgenheit, Idylle und Sicherheit und den damit verbundenen Wunschprojektionen auseinander. Die Erkenntnis der limitierten Existenz und des ausweglosen Gefangenseins im sisyphushaften Kreislauf des Lebens sowie eine zunehmende Orientierungslosigkeit in einer als schwer zugänglich empfundenen Welt führen die Menschen zur Schaffung von Ersatzwelten als Rückzugsmöglichkeit. In der Ausstellung beschäftigt sich Robert F. Hammerstiel mit dem Surrogat des privaten Heims: Make Yourself at Home, fühl' dich ganz wie zu Hause – ein glücksverheißender Titel, der gleichzeitig eine ironische Brechung inkludiert, denn das perfekt und liebevoll gestaltete "Paradies" ist letztendlich nur Kulisse, Wunschprojektion und Illusion. Und dennoch ist der Mensch ohne diese "Haltegriffe" – Tücke der Existenz – hilflos seiner Angst vor dem Ungewissen ausgeliefert. (Text: Mag. Petra Noll)

Kurator: Johannes Holzmann

Gottfried Ecker
Arbeiten 2011 - 2013

Ausstellungsdauer: 07.02. - 09.06.2014

Es sind vertraute Zeichen und Formen, die sich in den Werken von Gottfried Ecker zu ungewöhnlichen, befremdlichen Konstellationen verbinden. In diesen Verbindungen agieren sie als Bedeutungsträger, die von keinem linear erzählerischen Zusammenhang vereinnahmt werden. Der Beziehung von Zeichen und Kontext-Raum wird in der aktuellen Ausstellung auf zwei Ebenen nachgespürt: In den zeichnerischen und malerischen Objekten werden Assoziationsräume eröffnet im Wechselspiel der Titel mit den in unterschiedlichen Stadien der Formwerdung befindlichen Linien und Flächen. Die dreidimensionalen Werke greifen hingegen aus in den Raum des Betrachters, der so unweigerlich in das komplexe Beziehungsgefüge von zeitlosen Alltagsobjekten, archetypischen Fragmenten und halbbewussten Referenzbildern miteinbezogen wird.

Kuratoren: Peter Assmann, Johannes Holzmann

Aris Kalaizis
Wunderbar

Ausstellungsdauer: 07.02. - 04.05.2014

Aris Kalaizis ist ein Einzelgänger innerhalb der Neuen Leipziger Schule. Seine Bildkonzepte unterscheiden sich radikal vom gängigen Gestus der zeitgenössischen Malerei. Denn ein gestaffelter Arbeitsprozess geht der malerischen Umsetzung eines Inbildes voraus, wobei umfangreiche Konstruktionen ein wichtiges Element darstellen. Seine Bildwelten gehen unter die Oberfläche der Realität und erweitern das Reale um die beunruhigende Abgründigkeit des Irrealen. Jenseits von Realismus und Surrealismus akzentuiert der Neubegriff „Sottorealismus“, dass das Wirkliche immer auch das Unwirkliche impliziert und das Unwirkliche nur im Wirklichen ersichtlich wird. (Text: Mag. Paul-Henri Campbell)

Kurator: Peter Assmann

In memoriam Karl Mostböck

Ausstellungsdauer: 6.12.2013 - 26.01.2014

Am 19. Oktober 2013 verstarb Prof. Karl Mostböck im 93. Lebensjahr. Seit den 1950er Jahren entwickelte der am 12. April 1921 in Grein geborene Künstler ein umfassendes Werk, das ihn als einen der Hauptvertreter der informellen, skripturalen Malerei in Österreich ausweist. Von besonderer Bedeutung ist seine Auseinandersetzung mit der der Zen-buddhistischen Philosophie, die seinen Arbeiten eine  charakteristische Ausrichtung auf Einfachheit und stille Konzentration geben.
Im Gedanken an seine künstlerische Leistung präsentiert das Museum Angerlehner eine Auswahl aus dem umfassenden Bestand an Werken dieses Künstlers in der Sammlung Angerlehner, ergänzt durch prägnante Leihgaben.

Kuratoren: Peter Assmann, Johannes Holzmann

Patrick Schmierer

Ausstellungsdauer: 13.09.2013 - 26.01.2014

Diese Ausstellung präsentiert in einer prägnanten Werkauswahl die zentralen Themen dieser ästhetisch vielseitigen Position. Die allein durch die Schwerkraft buchstäblich gezogenen schnurgeraden Linien fließender Farbe nehmen die Frage nach der Handschrift des Künstlers genauso in den Blick wie die zeitliche Dimension bilderzeugender Prozesse. Das stets präsente Thema der Bild-Objekt-Beziehung wird darüber hinaus von zum Teil erstmals gezeigten Objekten behandelt.

Kurator: Johannes Holzmann

Josef Bauer

Ausstellungsdauer: 13.09.2013 - 26.01.2014

Josef Bauer (geboren 1934 in Wels) zählt mit seinen konsequent seit den späten 1960er Jahren entwickelten Kunstkonzepten zu den bis in die aktuellste Gegenwart wirksamen Anregern. Seine Kunstkonzepte zwischen Körperlichkeit und Beschreibungsmechanismen präsentieren dem Betrachter immer wieder von Neuem Anregungen für eine mögliche veränderte „Begreifbarkeit“ seiner selbst und seiner Umwelt.

Kurator: Peter Assmann


Linienkunst aus der Sammlung Angerlehner

Ausstellungsdauer: 13.09.2013 - 26.01.2014

In zwei Ausstellungräumlichkeiten des OG wird eine Auswahl aus dem grafischen Fundus der Sammlung Angerlehner präsentiert. Bewusst wurden in dieser Ausstellung spannende Querverweise zwischen teilweise völlig unterschiedlichen Kunstpositionen gestaltet.Großformatige Arbeiten auf Papier von Günther Brus oder Bruno Gironcoli setzen sich in direkte Auseinandersetzung mit der gleichsam überbordenden Werkserie des indischen Aditya Pande.

Kurator: Peter Assmann

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4600 Thalheim bei Wels

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